1.Mä: Perspektivwechsel zum Jahresanfang

SG Motor Gohlis-Nord I – SC DHfK II 25:29 (11:13)

am 06.01.2018

Nicht nur in die Perspektive des Verlierers soll nach einer Serie von zuletzt fünf Spielen ohne Niederlage an dieser Stelle einmal wieder gewechselt werden. Auch die berühmte zweite Seite einer Derbymedaille (das „Wie“) gilt es für die heutige Niederlage näher zu beleuchten.

Da wäre zunächst die eine, durchaus plakative, Seite – sie widmet sich dem Randgeschehen, äußeren Einflüssen, dem großen Ganzen. Da wäre insgesamt die erste Heimniederlage überhaupt gegen eine grün-weiße Vertretung in diesem Derby seit vielen Jahren und der eigene Anspruch an Heimstärke und das pathetische Wissen um die Rollenverteilung von Original und eben zweiter Version. Auch die Unparteiischen könnten hier mit einer nicht immer glücklichen Leistung (zudem in der selben Liga aktiv, was es besonders schwer macht – das kann auch der Autor bestätigen), welche sie auch danach als „nicht gut“ bezeichneten, als Aspekt genannt werden. Dann wäre da noch die Pause zum Jahreswechsel und eine Mikrovorbereitung in Form von lediglich einer Trainingseinheit. Aber auch der Gegner, mit 2-3 Spielern gespickt, die vor Arroganz nur so trieften, machen diese Partie umso bitterer. Aber all das sind letztlich nur Randnotizen, denn Erfolg wird auf einer anderen Seite geschrieben.

Nämlich auf der zweiten Seite – kühl den Handball zu analysieren. Hier muss konstatiert werden, dass der Gegner schlicht einen Großteil des Spielverlaufs in Front lag und man lediglich in der ersten Halbzeit wenige Male selbst führte. Auch als sich Gohlis in Halbzeit zwei in Crunchtime noch einmal auf ein Tor herankämpfte, wurde der Bock nicht mehr umgestoßen. Dann fehlte insgesamt im Positionsangriff über 60 Minuten die Konstanz und das auch in Form der Torgefahr, welche lediglich einzelne Positionen ausstrahlten. Hier brachte auch die eine oder andere Auswechslung nicht die gewünschte Wirkung. Einer der Gohliser Trümpfe, das schnelle Spiel, wurde zudem erst ab der 40./45. Minute vermehrt gezogen und stach dann natürlich. Aber auch in der Abwehrarbeit war es schlicht nicht gut und kooperativ genug, um die beiden Torhüter zu stärken. Die Abwehrreihe war hier teils zu zaghaft, um das Fehlen des Stammtorhüters zu kompensieren.

Fazit:
Nach dieser nüchternen Analyse der handballerischen Leistung bleibt zu konstatieren, dass ein Sieg mit diesem Auftreten heute kaum verdient gewesen wäre. Daran gilt es im Training zu arbeiten und die Zuschauer und sich selbst gegen die kommenden Gegner wieder eines besseren zu belehren.

Bereits am kommenden Samstag, dem 13. Januar, spielt die blau-weiße Equipe um 15:45 in der schicken Belian-Sporthalle in Eilenburg gegen den örtlichen VfB. Wohlwissend um deren Heimstärke (schmerzliche Erfahrung anno 2014) heißt es hier mit breiterer Brust und kühlerem Kopf als zuletzt zu agieren. Auf lautstarke Unterstützung hofft die Mannschaft natürlich erneut, denn Eilenburg ist blau-weiß!

Für die SG Motor Gohlis-Nord I spielten:
Fritzsch, Wiedemann; – Al Mahamid, Bachmann, Becker, Dudew, Fleig, Hoppe, Kreher, Miller, Ruckick, Schramm, Tietz, Wahl.

Trainer: Hoffmann

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