WJB: Start verschlafen – Bronzemedaille gefährdet

HSV Mölkau – SG Motor Gohlis-Nord 28:23 (15:9)

03.03.2018

Am Samstag stand das Auswärtsspiel gegen die junge aber flinke Truppe aus Mölkau an. Die ersten Minuten der Partie verschliefen wir, was fatale Konsequenzen nach sich ziehen sollte. Mölkau startete über eine simple Einläufer-Aktion, die wir einfach nicht in den Griff bekamen. Unsere Abwehr agierte größtenteils halbherzig bzw. zu zaghaft, definitiv weder lautstark noch entschlossen genug. So zog Mölkau zunächst mit 5:0 und wenig Gegenwehr an uns vorbei.
Nachdem man die Unsicherheiten abgelegt und ins Spiel gefunden hatte, stand man sich leider teilweise erneut selbst im Weg. Mühsam erarbeitete Bälle verlor man durch mangelnde Konzentration und zu wenig Laufbereitschaft. Nicht alle Mädels fanden den Mut auf das gegnerische Tor zu werfen – aber warum? Verantwortung kann beim Handball nicht ständig weiter gereicht werden, jeder muss kämpfen und zwar Hand in Hand mit seinem Nebenmann.
Das Angriffsspiel lief etwas holprig, wurde der Ball jedoch lang genug laufen gelassen, gelangen auch die Abschlüsse. Viel zu oft verloren wir jedoch vorher den Ball oder ließen uns so unter Druck setzen, dass frühzeitig der Abschluss gesucht wurde. Ebenfalls zu selten gesehen: unsere eigentliche Stärke, das Tempospiel. Kaum ein Ball konnte mit Tempo nach vorn transportiert werden, kaum ein Konterpass war spielbar. Kurz vor der Halbzeit kämpften sich die Mädels auf drei Tore heran, ließen dann jedoch zu schnell locker und kassierten einige unnötige Bälle im eigenen Tor.
Mit langen Gesichtern trafen wir uns bei einem HZ-Stand von 15:9 in der Kabine. Noch war nichts gelaufen, im Grunde genommen noch alles drin. Die Gesichter sprachen größtenteils eine andere Sprache. Nicht aufgeben, kämpfen aber auch konzentriert bis zum Schluss Beißen! Nachdem zumindest einige Spielerinnen ihre Motivation wieder gefunden hatten, starteten wir in die zweite Hälfte der Partie.
Ein tatsächlicher Wandel war auf dem Spielfeld nur bedingt zu sehen. Die Abwehr nun geringfügig agiler, konnte einige Balleroberungen verzeichnen, die jedoch nicht alle konsequent im gegnerischen Tor untergebracht werden konnten. Im Angriff sichtbar nervös, teilweise behäbig und nicht abgebrüht genug, unterliefen uns immer noch zu viele einfache Fehler. Alles in allem hatten wir in der ersten Halbzeit zu lange gepennt und konnten den Rückstand in der folgenden Hälfte nicht mehr aufholen obgleich sich die Leistungen gesteigert hatten. Man trennte sich bei einem Stand von 28:23 nach fünfzig Minuten.
Fazit:
Hätte. Könnte. Würde. Die Ergebnisse unserer letzten Spiele sind nicht zu ändern und nun steht am kommenden Wochenende bereits das letzte Punktspiel der Saison auf dem Plan. Schade, dass man auf den Erfolg der ersten drei Spiele nicht aufbauen konnte und stattdessen eine Talfahrt einlegte aber auch das gehört dazu und kann nicht immer ausbleiben. Man sollte das letzte gemeinsame Spiel nun nochmals dazu nutzen, ganz befreit und mit Spaß das WIR beim Handball zu genießen und nicht allzu verkopft an die Sache heran gehen. Wir hoffen auf viel Unterstützung in heimischer Atmosphäre wenn es für die Mädels zum letzten Punktspiel dieser Saison heißt „let’s go, Mogono!“.
Für die SG Motor Gohlis-Nord spielten und siegten in blau-weiß:
Anabel (5), Eva (6), Janice (2), Lea (6), Sandra (2), Alina Sa.(2), Doro (1), Maja, Alina St., Clara, Sarah N. und Leo. 

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